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Gemeinsam Zukunft gestalten: Gespräche über eine mögliche Fusion

v.l.n.r.: Detlev Herrmann, Matthias Gericke, Matthias Dittrich, Carsten Mielke, Ulf Brothuhn, Manuel Harmening, Stefan Hunsche, Ulrich Stock

Die Bremische Volksbank Weser-Wümme eG hat gemeinsam mit der Volksbank Lüneburger Heide eG und der Volksbank Uelzen-Salzwedel eG Gespräche über eine mögliche Fusion aufgenommen.

Ziel der Gespräche ist es, die langfristige Zukunftsfähigkeit der drei Genossenschaftsbanken zu stärken und gemeinsam zu prüfen, ob ein Zusammenschluss die richtigen Voraussetzungen schaffen kann, um Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie Regionen künftig noch wirksamer zu begleiten

Es würde eine Bank mit rund 8,0 Mrd. Euro addierter Bilanzsumme entstehen und damit eine der größten VR-Banken in Norddeutschland. Diese Stärke zeigt sich auch in rund 5,6 Mrd. Euro bilanziellem Kundenkreditvolumen, rund 5,9 Mrd. Euro bilanziellen Kundeneinlagen und einer starken Eigenkapitalbasis. Gemeinsam mit knapp 1.000 Mitarbeitenden, über 45 Filialen und rund 124.000 Mitgliedern entstünde damit eine Bank, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und regionale Nähe noch stärker miteinander verbinden kann.

Warum beschäftigen wir uns mit einer Fusion?

Die Herausforderungen der Bankenbranche verändern sich kontinuierlich. Digitalisierung, Fachkräftemangel, regulatorische Anforderungen und steigende Investitionen machen es notwendig, frühzeitig über die langfristige Weiterentwicklung nachzudenken. Deshalb prüfen wir gemeinsam mit unseren Partnerbanken, wie wir unsere Stärken künftig noch besser bündeln können.

Was bedeutet das für Sie als Kundin, Kunde oder Mitglied?

Wichtig ist: Bislang wurde keine Fusion beschlossen. Die Gespräche dienen dazu, Chancen, Risiken und mögliche Perspektiven eines Zusammenschlusses sorgfältig zu prüfen. Gleichzeitig verfolgen die drei Banken grundsätzlich die feste Absicht, bei positivem Verlauf einen Zusammenschluss vorzubereiten.

Für Sie als Kundin, Kunde oder Mitglied ändert sich aktuell nichts:

  • Ihre Ansprechpartner bleiben unverändert.
  • Ihre Konten und Verträge bleiben bestehen.
  • Unsere Standorte bleiben weiterhin für Sie da.
  • Die persönliche Nähe und Beratung bleiben ein wichtiger Bestandteil unseres Selbstverständnisses.

Auch in einer fusionierten Bank sollen die bekannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Kundinnen und Kunden sowie Mitglieder an den jeweiligen Standorten erhalten bleiben. Nähe soll also nicht abstrakt gemeint sein, sondern konkret erlebbar bleiben: im Gespräch, in der Beratung und in der Verantwortung für die jeweilige Region.

Zusätzlich sollen Regionalräte dafür sorgen, dass Ideen, Wünsche und Rückmeldungen aus den Regionen strukturiert aufgenommen werden. Sie sollen als Bindeglied zwischen Mitgliedern, Kundinnen und Kunden sowie der Bank wirken und regionale Aktivitäten, Förderprojekte und Feedbackformate begleiten.

Welche Chancen sehen wir?

Eine gemeinsame Bank könnte die Stärken von drei erfolgreichen Genossenschaftsbanken bündeln und zusätzliche Möglichkeiten schaffen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Bündelung von Kompetenzen und Fachwissen,
  • größere Investitionen in Digitalisierung und Innovation,
  • stärkere Unterstützung von Unternehmen und Privatkunden,
  • zusätzliche Entwicklungsperspektiven für Mitarbeitende,
  • größere wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit.

Dabei bleibt unser genossenschaftlicher Auftrag unverändert Grundlage unseres Handelns.

Gemeinsam stärker

Die Bremische Volksbank Weser-Wümme eG verbindet heute Menschen und Regionen zwischen Bremen, Achim, Rotenburg und Sottrum. Sie steht für die Überzeugung, dass Vielfalt und Zusammenhalt kein Widerspruch sind. Unsere Geschichte zeigt, dass unterschiedliche Regionen erfolgreich zusammenwachsen können, ohne ihre Identität zu verlieren.

Deshalb ist für uns ein Gedanke besonders wichtig: Keine Region verliert ihre Bedeutung. Die Regionen bleiben Heimat. Die neue Bank könnte das gemeinsame Zuhause werden.

FAQ: Fragen & Antworten

Warum beschäftigen sich die drei Banken mit einer Fusion?
  • Die drei Banken prüfen gemeinsam, ob ein Zusammenschluss die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft sein kann. Die Anforderungen an Banken verändern sich kontinuierlich. Digitalisierung, steigende regulatorische Anforderungen, Fachkräftemangel und der wachsende Bedarf an Spezialisierung erfordern langfristige Investitionen und leistungsfähige Strukturen.

    Ziel der Gespräche ist es, die Zukunftsfähigkeit der Banken dauerhaft zu stärken und gleichzeitig die regionale Nähe zu Mitgliedern und Kundinnen und Kunden zu bewahren.

Ist die Fusion bereits beschlossen?
  • Nein. Die Aufnahme der Gespräche bedeutet nicht, dass bereits eine Fusion beschlossen wurde.

    Derzeit befinden sich die Banken in einem Prüf- und Gestaltungsprozess. Erst nach umfassenden Analysen wird entschieden, ob ein konkreter Fusionsvorschlag erarbeitet wird.

Warum wird über eine Fusion gesprochen, obwohl die Banken wirtschaftlich erfolgreich sind?
  • Gerade weil die beteiligten Banken wirtschaftlich solide und erfolgreich aufgestellt sind, können sie ihre Zukunft aktiv gestalten. Die Gespräche erfolgen aus der Überzeugung heraus, frühzeitig die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Warum wurden gerade diese drei Banken ausgewählt?
  • Alle drei Banken verbindet ein ähnliches Selbstverständnis:

    • starke regionale Verwurzelung,
    • genossenschaftliche Werte,
    • wirtschaftliche Stabilität,
    • hohe Kundennähe,
    • langfristiges Denken.

    Zudem ergänzen sich die jeweiligen Regionen und Kompetenzen sehr gut.

Wann fällt eine Entscheidung über die Fusion?
  • Ein konkreter Zeitpunkt steht derzeit noch nicht fest. Zunächst werden die Chancen, Risiken und Rahmenbedingungen einer möglichen Fusion geprüft. Erst danach können die zuständigen Gremien über das weitere Vorgehen entscheiden.

Wer entscheidet letztlich über die Fusion?
  • Über einen möglichen Zusammenschluss entscheiden die zuständigen Gremien der beteiligten Banken sowie die jeweiligen Vertreterversammlungen.

Muss ich wegen der möglichen Fusion etwas tun?
  • Nein, aktuell besteht keinerlei Handlungsbedarf für Sie. Sollten sich im weiteren Verlauf Änderungen ergeben, werden wir Sie rechtzeitig und transparent informieren.

Bleiben die Filialen erhalten?
  • Ja, es sind keine fusionsbedingten Filialschließungen vorgesehen. Die regionale Präsenz ist für alle drei Banken ein wesentlicher Bestandteil ihrer Identität und soll auch künftig erhalten bleiben.

Wird eine Region wichtiger sein als die andere?
  • Nein, alle drei Banken verfolgen gemeinsam das Ziel, die Besonderheiten und Stärken ihrer Regionen zu bewahren. Keine Region soll benachteiligt oder bevorzugt werden.

Bleibt das gesellschaftliche Engagement erhalten?
  • Ja, die Förderung von Vereinen, sozialen Einrichtungen, Bildung, Kultur und regionalen Projekten bleibt ein wichtiger Bestandteil des genossenschaftlichen Selbstverständnisses.

Bleibt die Bank ein Partner für Unternehmen und die regionale Wirtschaft?
  • Ja, die regionale Wirtschaftsförderung bleibt eine Kernaufgabe der Bank. Eine mögliche gemeinsame Bank soll Unternehmen sogar noch umfassender begleiten können.

Was sind die Vorteile einer möglichen Fusion?
  • Eine gemeinsame Bank könnte:

    • mehr Spezialwissen bündeln,
    • größere Investitionen in Digitalisierung ermöglichen,
    • ihre wirtschaftliche Stabilität stärken,
    • komplexe Finanzierungen noch besser begleiten,
    • zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende schaffen,
    • ihre Zukunftsfähigkeit langfristig sichern.

    Ziel ist es, die Vorteile einer leistungsfähigen Organisation mit der regionalen Nähe einer Genossenschaftsbank zu verbinden.

Bleiben die genossenschaftlichen Werte erhalten?
  • Ja, die beteiligten Banken teilen dieselben genossenschaftlichen Grundwerte:

    • Partnerschaftlichkeit,
    • Verantwortung,
    • Nachhaltigkeit,
    • Mitgliederorientierung,
    • Regionalität.

    Diese Werte bleiben Grundlage des Handelns.

Wie werde ich über die weiteren Entwicklungen informiert?
  • Wir werden Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie die Öffentlichkeit regelmäßig und transparent informieren. Informationen erhalten Sie über:

    • diese Fusionsseite,
    • unsere Online-Kanäle,
    • Informationsveranstaltungen für unsere Vertreterinnen und Vertreter,
    • Mitgliederinformationen,
    • Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort.
An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
  • Ihre bekannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stehen Ihnen jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung. Zusätzlich werden wir die FAQ auf unserer Internetseite regelmäßig aktualisieren und um weitere Fragen und Antworten ergänzen.

Welche Größe hätte die neue Bank?
  • Nach heutigem Stand würde eine Bank mit rund 8,0 Mrd. Euro addierter Bilanzsumme entstehen und damit eine der größten VR-Banken in Norddeutschland. Diese Stärke zeigt sich auch in rund 5,6 Mrd. Euro bilanziellem Kundenkreditvolumen, rund 5,9 Mrd. Euro bilanziellen Kundeneinlagen und einer starken Eigenkapitalbasis. Gemeinsam mit knapp 1.000 Mitarbeitenden, über 45 Filialen und rund 124.000 Mitgliedern entstünde eine Bank mit neuer wirtschaftlicher Stärke und weiterhin regionaler Ausrichtung.

Was bedeutet die größere Bank für den Mittelstand?
  • Die neue Bank könnte für den Mittelstand in der gesamten Region zwischen Bremen, Hamburg und Hannover attraktiver werden. Sie würde regionale Marktkenntnis, persönliche Nähe, größere Finanzierungskraft und mehr Spezialwissen stärker miteinander verbinden.

Welche Vorteile ergeben sich durch Spezialisierung?
  • Durch größere Fachbereiche können Spezialthemen wie Private Banking, Firmenkundenberatung, Immobilienfinanzierung, Nachhaltigkeit und digitale Services gezielter ausgebaut werden. Damit erhöht sich die Leistungsfähigkeit im Wettbewerb mit Sparkassen, Großbanken und Direktbanken.

Was bedeutet die Fusion für Immobilienfinanzierungen?
  • Eine gemeinsame Bank soll den Zugriff auf ein leistungsfähiges Netzwerk für Immobilienfinanzierungen von Privatpersonen und Selbstständigen ermöglichen. Ein höherer Automatisierungsgrad kann dazu beitragen, Prozesse zu beschleunigen und Beratungskapazitäten gezielter einzusetzen.

Bleiben Entscheidungen vor Ort möglich?
  • Ja. Die gestärkte Präsenz in der Fläche, lokale Marktkenntnis sowie dezentrale Fach- und Entscheidungskompetenz sollen zentrale Bestandteile der neuen Bank bleiben. Ziel sind schnelle und kundennah begründete Kreditentscheidungen vor Ort.

Was bedeuten Skaleneffekte konkret?
  • Skaleneffekte bedeuten, dass Aufgaben, Systeme und Investitionen künftig stärker gebündelt werden können. Das Leitmotiv lautet: einmal statt dreimal. Dadurch kann eine geringere Kostenbasis entstehen, die zusätzliche Spielräume für Digitalisierung, Automatisierung und regionale Entwicklung eröffnet.

Warum wird die neue Bank als Arbeitgeber attraktiver?
  • Eine größere Organisation kann mehr Entwicklungsmöglichkeiten, größere Fachbereiche, zusätzliche Rollen und mehr Spezialisierung bieten. Dadurch entstehen spannende Perspektiven für Mitarbeitende, Nachwuchskräfte und Talente in der Region.

Wird die Bank ihren Namen behalten?
  • Nach aktuellen Planungen soll das Fusionsinstitut Volksbank Bremen Lüneburger Heide eG heißen.

Wer wird juristisch aufnehmendes Institut?
  • Juristisch aufnehmendes Institut wird nach aktuellem Stand die Volksbank Lüneburger Heide eG sein. Für Kundinnen und Kunden sowie Mitglieder ist dabei wichtig: Die juristische Struktur ändert nichts an dem gemeinsamen Anspruch, regionale Nähe und persönliche Betreuung zu erhalten.

Wo werden die Verwaltungssitze der neuen Bank sein?
  • Als Verwaltungssitze der fusionierten Bank sind Bremen und Winsen (Luhe) vorgesehen. Ergänzend sollen Volksbankhäuser in den Regionen als Büro-, Begegnungs- und Arbeitsorte dienen, unter anderem in Sottrum und Uelzen.

Wie sollen der Vorstand und der Aufsichtsrat der fusionierten Bank aussehen?
  • In Vorstand und Aufsichtsrat der fusionierten Bank sollen Vertreter aller drei Fusionspartner berufen werden.

Wie können die Regionen ihre Interessen einbringen?
  • Dafür sollen Regionalräte geschaffen werden. Sie sollen im gesamten Geschäftsgebiet die Interessen, Ideen und Wünsche von Mitgliedern sowie Kundinnen und Kunden bündeln und dienen als Bindeglied zwischen Bank und Region.

Bleiben meine Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort erhalten?
  • Ja. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Kundinnen und Kunden sowie Mitglieder sollen an den jeweiligen Standorten erhalten bleiben.

Was bedeutet die Fusion für Mitarbeitende?
  • Es wird keine betriebs- beziehungsweise fusionsbedingten Kündigungen geben. Mobiles Arbeiten soll als gelebte Praxis weiterentwickelt werden. Gleichzeitig bleiben Verwaltungssitze und Volksbankhäuser wichtige Orte für Zusammenarbeit, Begegnung und regionale Vernetzung. Ziel ist außerdem, die Betriebsratsarbeit durch einen Gesamtbetriebsrat und regionale Vertretungen zu stärken und mittelfristig weiter in Mitarbeitende sowie digitale Arbeitswelten zu investieren.

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