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Kunstausstellung in Achim

An dieser Stelle informieren wir Sie zu unseren regelmäßigen Ausstellungen in der Geschäftsstelle Achim.

Kunst als Jungbrunnen

Beide haben ihr berufliches Leben hinter sich gelassen und kosten jetzt im sogenannten Ruhestand ihr zweites Leben als Künstlerin voll aus. Außerdem haben beide Frauen Verbindungen zum Achimer Kunstverein. Nun stellen sie erstmals gemeinsam aus. Ab dem 7. Mai sind Fotografien von Bärbel Stein-Cadenbach und Objekte von Marita Lingel zu sehen in der Bremische Volksbank Weser - Wümme in Achim unter dem Titel „Wandlungen“.

Bärbel Stein-Cadenbach

Die Freude am kreativen künstlerischen Gestalten begleitet Bärbel Stein-Cadenbach schon lange. Besonders begeistert sich die in Otterstedt lebende Künstlerin für das Papierschöpfen. Vor etwa 25 Jahre erlernte sie die Technik zunächst autodidaktisch, dann bildete sie sich in mehrtägigen Workshops fort. Dabei verwendet sie Fasern von Baumwolle, Flachs, Eukalyptus und anderen Pflanzen. Sie schwemmt die Fasern klassisch auf dem Schöpfsieb auf oder verbindet sie mittels grober Pipetten malend zu Flächen. Teils arbeitet sie flache Strukturen, Fotofragmente oder Gegenstände ein, teils arbeitet sie in mehreren Schichten.

Seit einigen Jahren befasst sie sich zunehmend mit Hoch-, Flach- und Tiefdruck: Linol- und Materialdruck, Monotypie, Papierlithografie, Gelatine-Druck, Kaltnadelradierung und Kupferdruck. Dabei interessiert sie besonders die Kombination verschiedener Techniken.

Wertschätzung für die kleinen Wunder der Natur

Ihr Interesse für Fotografie entwickelte sich zunächst nebenher. Sie befasste sich mit der Verzerrung von Objekten durch Wasser und mit Makrofotografie. Dabei werden kleine Motive in starker Vergrößerung abgebildet. Dadurch werden Details sichtbar, die dem Auge sonst verborgen bleiben. So eröffnet sich eine neue Welt, in der zum Beispiel Wassertropfen und Blütenblätter von Rosen und Tulpen zu beeindruckenden Kunstwerken werden. Was viele Menschen nicht mögen, weiß sie besonders wertzuschätzen: „Die Blumen sind in Würde gealtert und strahlen einen besonderen Reiz aus.“ Mit viel Freude beobachtet sie die Wandlungen, die durch den Einfluss von Luft, Wasser und Zeit geschehen.

Nach langjähriger intensiver Tätigkeit in medizinischen Berufen hat Bärbel Stein-Cadenbach in der Kunst eine neue Berufung gefunden. Ihre Werke werden in der Volksbank erstmals ausgestellt. Neben Fotografien in der Größe 40x40 cm und 75x100 cm sind auch einzelne Radierungen und geschöpfte Papiere zu sehen.

Marita Lingel

Auch Marita Lingel hat sich nach ihrer beruflichen Tätigkeit immer stärker der Kunst und dem Kreativen zugewandt. Die pensionierte Juristin hat sich der Bildhauerei verschrieben. Sie hantiert in ihrer Verdener Werkstatt leidenschaftlich gern mit der Flex und dem Schweißgerät. Die Techniken erlernte sie in Workshops, Seminaren und Intensiv-Lehrgängen. Zudem nahm sie an verschiedenen Stahlplastik-Kursen teil, u.a. auch an Schweiß- und Schmiedeveranstaltungen.

In den Anfangsjahren bevorzugte Marita Lingel Sandstein und Metall, später kam die Auseinandersetzung mit Keramik hinzu. Gern fügt sie Seltsames, Skurriles oder einfach ihr einzigartig Erscheinendes aus Eisen in ganz neue Sinnzusammenhänge. Bei all diesen Arbeiten ist ihr eines besonders wichtig: das gewollte Stehenlassen von Bearbeitungsspuren.

Bei Arbeiten mit Ton, die zum Teil glasiert sind, kommt es ihr nicht auf glatte Formen an, sondern auf eigenständige, ihren Platz behauptende Objekte.

„Schwittereien“ und Objekte aus Metall und Ton

In der Volksbank stellt Marita Lingel drei Werkgruppen aus: Objekte aus Metall, keramische Werke meist figürlicher Art und „Schwittereien“. So nennt sie die Werke, die inspiriert sind vom Künstler Kurt Schwitters (1887-1948), bekannt geworden durch seine innovativen Arbeiten im Bereich der Collage und des Dadaismus: „Sie sind ein Spiel mit den Dingen.“

Seit 2013 ist Marita Lingel Mitglied der Ateliergemeinschaft Bildhauerei des Kunstvereins Achim und seit drei Jahren auch der Ateliergemeinschaft Keramik. Ihre Werke wurden bereits mehrfach ausgestellt, zuletzt im Kulturgut Ehmkens Hoff in Dörverden.

Kunstgespräch und Musik

Die Vernissage bietet die Gelegenheit, mit den beiden Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen. Sie beginnt am Donnerstag, den 7. Mai 2026 um 19 Uhr. Nach einer musikalischen Eröffnung mit dem Trio um die Sängerin Karin Tiebel erfolgt eine Begrüßung durch Detlev Herrmann, Vorstandsmitglied der Bremische Volksbank Weser-Wümme und das Künstlerinnengespräch mit Ute Gajus.

Die Ausstellung ist bis August 2026 während der Servicezeiten montags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr und montags von 14.30 bis 18 Uhr zu besichtigen. Weitere Werke sind im „Weinhaus alte Mühle“ in Achim, Asmusstraße 2 ausgestellt.