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Kunstausstellung in Achim

An dieser Stelle informieren wir Sie zu unseren regelmäßigen Ausstellungen in der Geschäftsstelle Achim.

Werkpapiere neben Wertpapieren

Ein Augenzwinkern zieht sich als Konstante durch ihr facettenreiches Schaffen. Das macht schon der Titel deutlich: „Werkpapiere“ überschreibt die Bremer Künstlerin Gabriele Kernke ihre Ausstellung in der Bremischen Volksbank Weser - Wümme in Achim. Gezeigt werden Zeichnungen, Collagen und Malerei.

Gabriele Kernke wurde 1965 geboren und ist im norddeutschen Dorf Drebber aufgewachsen. „Seit ich denken kann, ist Malen das, was ich am liebsten tue“, beschreibt sie sich ihre Leidenschaft. Stets ist sie bis heute dabei, „irgendetwas Kreatives auszuhecken“.

1985 begann sie ein Studium an der Hochschule für Künste, das sie 1989 mit dem Diplom als Grafik-Designerin abschloss. Danach machte sie sich schnell als freiberufliche Illustratorin für Zeitungen, Magazine und Verlage einen Namen. Bekannt wurde sie besonders durch ihre Arbeiten für renommierte Verlage wie Ravensburg, Diogenes oder Patmos, für die sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher gestaltete – auch eigene Buchprojekte.

Von Illustrationen zu freien Kunstprojekten

Mit der Geburt ihrer beiden Kinder widmete sie sich nach eigenen Angaben „Projekten mit kürzerem Zeitaufwand“: Bühnenbilder, Requisiten, Kostüme, Auftragsbilder, freie Arbeiten und andere kreative Tätigkeiten. Für Werbeanzeigen ließ sie sich gern witzige Grafiken einfallen, gelegentlich auch Logos.

Seit 2022 widmet sie sich vorrangig freien Kunstprojekten: Das begann mit dem Kunstexperiment „Prinzig Hoffnung“, ausgehend von der Invasion der russischen Armee in die Ukraine. Mit der Installationsserie „Bodenlos“ setzte sie sich im Sommer 2023 im öffentlichen Raum für Entsiegelung und Klimaschutz ein. 2024 sammelte sie auf Straßen und Plätzen Zigarettenstummel für ihr Projekt „Kernkes Kippen-Kunst“. Mit einer aufgeklebten Kippe als Körper lässt sie mit wenigen Strichen etwa einen Rauchhaardackel, eine Dame im eleganten Kleid oder ein Porträt von Donald Trump entstehen.

2025 entwickelte sie eine Reihe mit dem Titel „Give Peas a Chance“. Dabei wird Lennons Friedensaufruf in einem Wortspiel durch „Peas“ (Erbsen) ersetzt, und so eröffnet sich eine erstaunliche Vielfalt an „Kriegsschauplätzen“. Da geht es nicht nur um die offensichtlichen militärischen Auseinandersetzungen in den Krisengebieten dieser Welt, sondern auch um inneren Frieden, Versöhnung mit Nutztieren oder Sieg über den Hunger in der Welt. Also eigentlich um das ganze Universum rund um den grünen Planeten Erbse.

Vielschichtige Techniken

In diesem Jahr inspirierten sie die Spuren des Verfalls uralter Gemäuer zum Projekt „Um Gestalten“. Bei einer Besichtigung eines Baudenkmals entdeckte sie Tiere, Menschen und Fantasiewesen. Ihre Fotos druckte sie aus und zeichnete die von ihr wahrgenommenen Gestalten ein, damit sie auch andere erkennen können.

In ihrer freien künstlerischen Arbeit wählt sie die jeweilige Technik gerne passend zum Projekt: Federzeichnungen, Bleistift- oder Buntstiftschraffuren, Aquarelle, Acryl- oder Ölbilder, Fotografien, Arbeiten mit Marker, am Computer oder Installationen. Ein roter Faden zieht sich jedoch beinahe durch all ihre Werke: Humor und ein kleines Augenzwinkern.

Gespräch mit der Künstlerin

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 13. August um 19 Uhr in den Räumen der Achimer Volksbank statt. Zur Eröffnung wird Kai Hollinger, Bereichsleiter Privatkunden, die Gäste begrüßen. Im Anschluss erhalten die Besucherinnen und Besucher im Rahmen eines Gesprächs zwischen der Künstlerin und der Geschäftsstellenleiterin Ute Gajus Einblicke in die Entstehungsprozesse, die Techniken und die Inspirationen hinter den „Werkpapieren“.

Die Ausstellung ist bis Anfang November während der Servicezeiten montags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr und montags von 14.30 bis 18 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Ein Besuch außerhalb der Servicezeiten ist nach Anmeldung möglich. Weitere Werke sind im „Weinhaus alte Mühle“ in Achim, Asmusstraße 2 ausgestellt.